Gott, das Internet und Außerirdische
Wer gedacht hat, die Kerner-Sendung mit Eva Herman war die TV-Geschmacklosigkeit des Jahres, hat weit gefehlt!
In der ARD diskutierten Nina Hagen („Mutter des Punks“) und Dr. Joachim Bublath (Knoff-Hoff-Show) bei Sandra Maischberger (Trägerin des Medienpreises für Sprachkultur) über Gott, das Internet und Außerirdische. Das Internet sei eine Universität erklärt Frau Hagen und schreit sich in unbeschreiblicher Manier in Rage: sie droht die Sendung zu verlassen, weil Herr Dr. Bublath an der Existenz von Marsmännchen zweifelt. Herr Bublath will zudem nicht verraten, ob er an Gott glaubt, was Frau Hagen dazu bewegt Gott, Engel und Außerirdische gegen Herrn Bublath aufzuhetzen. Es ist die unglaublichste Sendung des Jahres. Frau Hagen unterbietet das Verhalten von Margarethe Schreinemakers in der Diskussion über Eva Hermann bei JBK vor 3 Wochen um teuflische Tiefen. Falls wir mal von Ufos bedroht sind, schicken wir die Hagen vor. Da ergreift jede Intelligenz die Flucht, einschließlich aller Amöben! Warum kann ich nicht wegschalten? Warum muss ich das schauen? Inzwischen hat der Host dieses Blogs das Rätsel im DSF gelöst und endgültig den Weg zur ARD gefunden. Nach ein paar Minuten sieht er in Frau Maischberger einen Engel. Er hat Recht wenn er sagt: „Frau Hermann ist ein Mikrowitz gegen Nina Hagen!“
Dann die überraschende Wendung: Herr Bublath – und nicht Frau Hagen – hat wortlos die Diskussionsrunde und damit ein gemütliches Menschensofa verlassen, Frau Hagen ruft ihm irgendwas mit „evil“ und satanischem Blendwerk hinterher und vergleicht ihn mit George W. Bush und dem Bösen an sich. Frau Maischberger ist ratlos und verbietet ihr aus einer Hilflosigkeit heraus das Wort. Spätestens jetzt platzt Herr Kerner vor Neid!!! Ich bin gespannt auf den Artikel bei spiegel-online.
Meine leichte mitternächtliche Verzweiflung ob einer leeren Druckerpatrone weicht inzwischen einer ungläubigen Verwunderung über meinen früheren Lieblingssender die ARD. Zum Glück will ich nicht zum Fernsehen (*räusper*).
Um diesen Schock zu lindern, gönne ich mir zu später Stunde eine Tasse Rooibis-Mandel-Ginseng. Schließlich ist etwas Furchtbares passiert.
Dieser Eintrag wurde von E. Forner erstellt